Unabhängiges, säkulares Nachschlagewerk zur Geschichte der Glocken. Keine Website des Danilow-Klosters, der Russisch-Orthodoxen Kirche oder der Harvard University; religiöse Beratung bieten wir nicht an.

Zeittafel

Zeittafel

Hier sind die im Nachschlagewerk erwähnten Schlüsseldaten in einer Reihe zusammengestellt – von der Gründung des Danilow-Klosters Ende des 13. Jahrhunderts bis zur Rückkehr seiner Glocken im Jahr 2008. Die Zeittafel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit: Aufgenommen sind die Ereignisse, die man am häufigsten braucht, um die Geschichte der Glocken und der mit ihnen verbundenen Menschen zu verstehen. Bei frühen Ereignissen beachten Sie bitte die Angaben mit Jahrhundert.

Zwischen dem Verkauf der Glocken und ihrer Rückkehr lagen fast achtzig Jahre – länger als so manches Menschenleben.

— Aus der Redaktion

Schlüsseldaten

  1. Ende des 13. Jahrhunderts

    Gründung des Danilow-Klosters in Moskau; sie wird mit dem Moskauer Fürsten Daniil Alexandrowitsch verbunden.

  2. 1735

    Die Meister Iwan und Michail Motorin gießen die Zarenglocke.

  3. 1737

    Bei einem Brand bricht ein großes Stück von der Zarenglocke ab; die Glocke hat nie geläutet.

  4. 1930

    Das Danilow-Kloster wird geschlossen, seine Glocken werden verkauft. Charles R. Crane kauft sie und schenkt sie der Harvard University, um sie vor dem Einschmelzen zu bewahren; Vermittler ist Thomas Whittemore.

  5. Herbst 1930

    Die Glocken treffen in Cambridge ein: eine ist für die Baker Library der Harvard Business School bestimmt, siebzehn für das Lowell House.

  6. 1930

    Der Glöckner Konstantin Saradschew reist nach Harvard, um beim Aufhängen der Glocken zu helfen.

  7. 1977

    Anastassija Zwetajewas Erinnerungen an Saradschew erscheinen – „Skas o swonare moskowskom“ („Erzählung vom Moskauer Glöckner“).

  8. 1983

    Das Danilow-Kloster wird der Kirche zurückgegeben.

  9. 2008

    Die Glocken kehren ins Danilow-Kloster zurück; für das Lowell House werden in der Glockengießerei „Vera“ in Woronesch Nachbildungen gegossen und im selben Jahr aufgehängt.

Quellen

  • Große Russische Enzyklopädie (Bolschaja rossijskaja enziklopedija)
  • Harvard University — Lowell House (Geschichte der Glocken)
  • Harvard Gazette / Harvard Magazine (2007–2009)
  • A. I. Zwetajewa, „Skas o swonare moskowskom“ („Erzählung vom Moskauer Glöckner“, 1977)

Das Nachschlagewerk stützt sich auf enzyklopädische Werke und Veröffentlichungen der Harvard University. Gewichte, Anzahlen und Daten einzelner Glocken weichen in verschiedenen Quellen mitunter voneinander ab – wir geben nur geprüfte Angaben wieder und kennzeichnen, wo genaue Daten fehlen.